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Diesen Geburtstag sollte DesDemonias Mutter nie vergessen: aus einem kleinen Geburtstagsständchen wurde 1999 die Gründung einer Band, die nunmehr als Albtraum aller Spielleute bekannt ist: Schelmish
Doch die musikalischen Wurzeln liegen viel tiefer. Als Straßenmusikant sammelte Dextro, Gründungsmitglied, über einige Jahre hinweg viele Erfahrungen in Irland. Dieser Einfluss irischer und folkloristischer Klänge findet sich noch heute in den Kompositionen der Bonner Musiker wieder.
Nach einigen personellen Veränderungen haben Dextro, DesDemonia, Rimsbold von Tiefentann, Sakepharus der Schmierenkomödiant, Fragor das Schlagfertige, Luzi das L und das jüngste Mitglied Naj-O. der Reine zu ihrer jetzigen Besetzung gefunden.
Bereits ein Jahr nach der Bandgründung erschien pünktlich zur Walpurgis-Nacht das erste Album "Von Räubern, Lumpen und anderen Schelmen" und Schelmish gaben mit ihrer Interpretation mittelalterlichen Liedgutes den Startschuss zu einer Tradition: im Jahresabstand an Walpurgis veröffentlichten sie die nächsten drei Alben "Codex Lascivus", "Aequinoctium" und "Tempus Mutatur".
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Dieser Brauch wurde erst im Herbst 2004 mit dem Erscheinen ihres fünften Albums "Igni Gena" gebrochen.
Traditionsbewusst und gefüllt mit altbekanntem Liedgut beinhalten die Werke aber auch mehr und mehr Eigenkompositionen: "Was Musiker ausmacht ist doch, dass sie eigene Stücke schreiben, das gebietet auch die Musikerehre."
2005 wurde es auch für Schelmish Zeit, ihren Fans die geballte Ladung ihres Könnens auf einer Live-CD zu präsentieren, denn mittlerweile verbreiten sie ihr Flair nicht nur auf Mittelalter-Märkten, bei Banketten und Live-Rollen-Spielen, sondern auch auf eigenen Konzerten - und das nicht nur in Deutschland. Auch im benachbarten Ausland, besonders in England, kennt und liebt man Schelmish bereits.
Den Besucher eines Konzertes erwartet ein facettenreiches Repertoire an instrumentalen, sowie eigenen Gesangsstücken. Ihre Bühnenshow ist gespickt mit spaßigen Anekdoten und Einlagen, die über Liebe, Leid und Leidenschaft erzählen.
Ihr Ideenreichtum und ihre Kreativität kennen keine Grenzen. Der beste Beweis dafür ist die ebenfalls 2005 veröffentlichte DVD "Coetus - Die Zusammenkunft". Mit viel Witz und Charme entführen die Schelme den Zuschauer nicht nur vor und hinter die Kulissen und gewähren Einblicke auf die privaten Seiten, auch schauspielerisches Können wird von ihnen abverlangt, denn der besondere Leckerbissen an "Coetus" ist der kleine Spielfilm, den Schelmish in Zusammenarbeit mit Omniamedia aus dem Hut gezaubert haben. "Wir sind natürlich schauspielerische Superdilettanten und werden damit nie einen Oskar gewinnen. Viel wichtiger sind die Erfahrungen, der Zusammenhalt und der Spaß, den wir in dieser Zeit hatten" gibt DesDemonia über die Arbeit an der DVD preis.
Auf Lorbeeren haben sich die Spielleute noch nie ausgeruht. Zwischen Konzerthallen, Mittelaltermärkten und Interviewterminen steht derzeit ihr neues Studioalbum "Mente capti" auf dem Plan, welches Anfang 2006 erschien. Ganz nach dem Motto "Irrenhaus" toben sich Schelmish bei ihrem siebten Werk richtig aus und zeigen, dass sie viel mehr auf dem Kasten haben, als nur mittelalterliche Musik zu machen. Immer zu neuen Schandtaten bereit, haben auch die Schelme nach fast sechsjährigem Bestehen die ersten Schritte in die Elektronik gewagt. Wobei sie sich nicht auf altbewährtes verlassen, sondern konsequent ihre eigene Linie verfolgen. Innovativ und experimentierfreudig kombinieren sie traditionelle Klänge mit Bass, E-Gitarre und Synthesizer-Elementen und öffnen somit einen völlig neuen Horizont in der "Schelmographie".
Doch ein Schelm zu sein ist mehr!
Es ist das Lebensgefühl von Rebellion gegen Verrat, Lügen und Falschheit - für Aufrichtigkeit und das Leben selbst!
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Die Schelme sind (Stand 2009):
Dextro: E-Gitarre, Sackpfeifen, Schalmeien, Flöten, Cister, Drehleier, Gesang
DesDemonia: Sackpfeifen, Schalmeien, Bouzouki, Gesang
Rimsbold von Tiefentann: Sackpfeifen, Schalmeien, Harfe, Flöten, Bombarde, Percussion, Harfe, Gesang
Luzi das L: Sackpfeifen, Schalmeien, Bouzouki
Daniel San: E-Gitarre, Gitarre, Bouzouki
Picus von Corvin: Davul, Percussion, Sampling
Samtron: Drums, Percussion
Der Hai: E-Bass |